Diesmal steht uns Dr. Rolf Friedrich Rede und Antwort – Arzt und Lebenskünstler aus Leidenschaft. Sicher ist der ein oder andere von Ihnen dem sympathischen Mann schon einmal im Oberwirt begegnet!

Rolf, Du bist eigentlich Deutscher. Wie bist Du nach Südtirol gekommen und wie lange bist Du schon da?
Im Mai 1989 wurde ich von einer reizenden und unwiderstehlichen Obervinschgerin nach Südtirol importiert.

Was verbindet Dich mit dem Oberwirt?
Wir haben unsere Hochzeit im Mai 1985 im Oberwirt gefeiert. Martina Waldner, Sepp’s Schwester, war damals zusammen mit meiner Frau Anna Maria in der Hotelfachschule und hat diese wunderschöne Feier für uns organisiert. Aus diesem Kontakt hat sich eine enge Freundschaft mit der Familie Waldner entwickelt. Gern erinnere ich mich an die unzähligen Feste, an denen wir teilnehmen durften. Seit vielen Jahren bin ich nun auch schon als Hotelarzt für die gesundheitlichen Anliegen der Gäste sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit verantwortlich.

Du bist also zum einen passionierter Arzt, zum anderen musizierst Du auf hohem Niveau in einer Jazzband und gibst Seminare zum Thema WorkLife-Balance. Wie bekommt man das alles unter einen Hut? Und wie hältst Du die Work-Life-Balance in Deinem Alltag?
Ich bin sehr dankbar für eine robuste seelische und körperliche Gesundheit und damit auch für eine tragfähige Resilienz und Belastbarkeit. Ich bin Freiberufler, liebe diese Unabhängigkeit und verfolge mit großem Engagement die Dinge, die mich herausfordern, die mir Freude bereiten und die ich für mich selbst und mein Umfeld für sinnvoll halte. Neben meinem erfüllenden, aber auch herausfordernden Beruf, kann ich auf eine inspirierende und glückliche Ehe bauen, pflege gute familiäre und freundschaftliche Kontakte, treibe intensiv Sport, gestalte meinen mediterranen Garten und spiele seit 25 Jahren Klavier in der erwähnten Band. Ehrenamtlich engagiere ich mich als Mitglied des Stadtviertelkomitees Steinach in Meran und bin voll Begeisterung in die Organisation der jährlichen mitteleuropäischen Jazz Akademie unter der Leitung des legendären Meraner Jazz Pianisten Franco D’Andrea involviert. Als Lehrbeauftragter für Gesundheits- und Stressmanagement arbeite ich mit jungen Studenten. In Seminaren für Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und dem Bildungs- und Gesundheitswesen versuche ich, Orientierung zu schaffen und Menschen in unseren komplexen und turbulenten Zeiten Mut zum Leben zu machen. Den populären Begriff der „WorkLife-Balance“ halte ich für ein mechanistisches Konstrukt, bei dem man Arbeit als belastend und das außerberufliche Leben als das eigentlich erstrebenswerte trennt. Für mich fließt beides ineinander. Der gesunde Lebensrhythmus fordert von uns Phasen sinnvollen Engagements und selbstverständlich Phasen der Erholung. Das individuell zu spüren und zu gestalten, bedeutet für mich Lebenskunst.

Erholung ist ein gutes Stichwort, denn erholen kann man sich im Oberwirt hervorragend – sei es im SPA-Bereich, hoch oben im Weingut Eichenstein, bei einem Glasl Wein im Garten oder einer Leckerei aus Werner Seidners Küche. Was genießt Du im Oberwirt besonders?
 Im Oberwirt spürt man den Geist der Herzlichkeit, eine Atmosphäre, die die Familie Waldner und ihre Mitarbeiter inspiriert, mit Begeisterung authentische Gastgeber zu sein. Gelungene Architektur, liebevolle Dekoration, ein phantastisches kulinarisches Angebot, die hochwertigen Weine aus dem eigenen Weingut, ein aufmerksamer Service und vor allem ein nettes Wort und menschlich, echte Anteilnahme an positiven, aber auch negativen Ereignissen im Leben der Freunde, Gäste und Mitarbeiter.

 Was ist Dein Lieblingsplatz in Meran?
 Das idyllische Steinachviertel, in dem wir seit 23 Jahren wohnen und das zur Zeit durch viele sinnvolle Aktivitäten wiederbelebt wird.

“ IM OBERWIRT FINDET ECHTE MENSCHLICHE BEGEGNUNG STATT.“

Ihr Dr. Rolf Friedrich

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